Pra­xis für sys­te­mi­sche Einzel‑, Paar- und Familientherapie

Antritts­re­de von Nel­son Man­de­la 1994
Unse­re tiefs­te Angst ist nicht, dass wir unzu­läng­lich sind.
Unse­re tiefs­te Angst ist, dass wir uner­mess­lich macht­voll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürch­ten, nicht unse­re Dunkelheit.

Wir fra­gen uns:
“Wer bin ich eigent­lich, dass ich leuch­tend, begna­det, glück­lich sein darf?
Wer bist du denn, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Got­tes.
Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit gött­li­chem Wil­len zu tun, wenn du schrumpfst,damit ande­re um dich her­um sich nicht ver­un­si­chert füh­len.
Wir wur­den gebo­ren, um die Herr­lich­keit Got­tes zu ver­wirk­li­chen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in eini­gen von uns.
Sie ist in jedem Men­schen.
Und wenn wir unser eige­nes Licht erstrah­len las­sen, geben wir unbe­wusst ande­ren Men­schen die Erlaub­nis, das­sel­be zu tun.
Wenn wir uns von unse­rer eige­nen Angst befreit haben, wird unse­re Gegen­wart ohne unser Zutun ande­re befreien.

Wie ist das klein, womit wir rin­gen (R.M. Ril­ke)
was mit uns ringt, wie ist das groß;
lie­ßen wir, ähn­li­cher den Din­gen,
uns vom gro­ßen Sturm bezwin­gen,
wir wür­den weit und namenlos.

Alles ist immer wie­der mög­lich (Eva Stritt­mat­ter)
Unend­lich ist die Mög­lich­keit,
das Leben neu zu vari­ie­ren.
Solan­ge wir leben in der Zeit,
kön­nen wir alles neu anfan­gen,
den Tag, die Nacht und auch
die Lie­be.
So groß ist nie­mals unser Leid,
dass nicht noch Freu­de in uns blie­be
an uns­rer Kraft.

Sind wir zu weit von unserm Wer­te fort­ge­gan­gen,
sinkt ein Gewicht uns.
Es fällt solan­ge,
bis die Waa­ge gleich­steht:
als Mög­lich­keit, die für uns han­delt.
Wir sind nie­mals mit uns allein,
und alles, was geschieht,
ver­wan­delt uns in Gan­zes –
Teil vom Sein

Die Ein­la­dung (Oriah Moun­tain Drea­mer)
Es inter­es­siert mich nicht, was du beruf­lich machst.
Ich möch­te wis­sen, wonach du dich sehnst,
und ob du es wagst, davon zu träu­men,
dei­nes Her­zens Sehn­sucht zu stillen.

Es inter­es­siert mich nicht, wie alt du bist.
Ich möch­te wis­sen, ob du ris­kie­ren wirst,
wie ein Narr zu wir­ken,
um der Lie­be wil­len, um dei­ner Träu­me wil­len,
für das Aben­teu­er des Lebens.

Es inter­es­siert mich nicht,
wel­che Pla­ne­ten im Qua­drat zu dei­nem Mond ste­hen.
Ich möch­te wis­sen,
ob du das Zen­trum dei­nes eige­nen Kum­mers berührt hast,
ob du durch des Lebens Ver­rat geöff­net wor­den bist
oder ob du dich ver­här­tet und ver­schlos­sen hast,
aus Angst vor wei­te­rem Schmerz.

Ich möch­te wis­sen, ob du Schmerz aus­hal­ten kannst,
mei­nen oder dei­nen eige­nen, ohne ihn ver­ste­cken,
ver­klei­nern oder hei­len zu wollen.

Ich möch­te wis­sen, ob du Freu­de erle­ben kannst,
mei­ne oder dei­ne eige­ne;
ob du mit Wild­heit tan­zen kannst
und dich von Eksta­se auf­fül­len lässt
bis in die Fin­ger- und Fuß­spit­zen,
ohne uns zu ermah­nen, vor­sich­tig oder rea­lis­tisch zu sein
oder uns an die Beschrän­kun­gen des Mensch-Seins zu erinnern.

Es ist mir egal, ob die Geschich­te, die du mir erzählst, wahr ist:
Ich möch­te wis­sen, ob du jemand ande­ren ent­täu­schen kannst,
um dir selbst treu zu blei­ben,
ob du die Anschul­di­gung des Ver­rats ertra­gen kannst,
ohne dei­ne eige­ne See­le zu verraten.

Ich möch­te wis­sen, ob du treu sein kannst
und damit vertrauenswürdig.

Ich möch­te wis­sen, ob du die Schön­heit sehen kannst,
selbst wenn sie nicht jeden Tag hübsch anzu­schau­en ist
und ob du den Ursprung dei­nes Lebens
aus ihrer Gegen­wart ent­neh­men kannst.

Ich möch­te wis­sen, ob du mit Miss­erfol­gen leben kannst,
dei­nen oder mei­nen –
und den­noch am Ufer eines Sees ste­hend
dem sil­ber­nen Mond zuru­fen kannst: „Hur­ra!“

Es inter­es­siert mich nicht,
wo du lebst oder wie­viel Geld du hast.
Ich möch­te wis­sen, ob du nach der Nacht der Trau­er
und Ver­zweif­lung auf­ste­hen kannst, erschöpft und zer­schla­gen,
und für die Kin­der sor­gen kannst, wie es nötig ist.
Es ist mir egal, wer du bist oder wie du hier­her gekom­men bist.
Ich möch­te wis­sen,
ob du mit mir inmit­ten des Feu­ers ste­hen wirst,
ohne zurück zu zucken.

Es ist mir gleich, wo du was und bei wem du stu­diert hast.
Ich möch­te wis­sen, ob du mit dir allei­ne sein kannst,
und ob du dei­ne Gesell­schaft in den lee­ren Momen­ten wirk­lich magst.

Trau­rig­keit, die jeder kennt (Erich Käs­t­ner)
Man weiß von vorn­her­ein, wie es ver­läuft.
Vor mor­gen früh wird man bestimmt nicht mun­ter.
Und wenn man sich auch noch so sehr besäuft:
die Bit­ter­keit, die spült man nicht hinunter.

Die Trau­er kommt und geht ganz ohne Grund.
Und ange­füllt ist man mit nichts als Lee­re.
Man ist nicht krank. Und ist auch nicht gesund.
Es ist, als ob die See­le unwohl wäre.

Man will allein sein. Und auch wie­der nicht.
Man hebt die Hand und möch­te sich ver­prü­geln.
Vorm Spie­gel denkt man: Das ist dein Gesicht?
Ach sol­che Fal­ten kann kein Schnei­der bügeln.

Viel­leicht hat man sich das Gemüt ver­renkt?
Die Ster­ne ähneln plötz­lich Som­mer­spros­sen.
Man ist nicht krank. Man fühlt sich nur gekränkt.
Und hält, was es auch sei, für ausgeschlossen.

Man möch­te fort und fin­det kein Ver­steck.
Es wäre denn, man lie­ße sich begra­ben.
Wohin man blickt, ent­steht ein dunk­ler Fleck.
Man möch­te tot sein. Oder Grün­de haben.

Man weiß, die Trau­er ist sehr bald beho­ben.
Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
Mal ist man unten, und mal ist man oben.
Die See­len wer­den immer wie­der zahm.

Der Eine nickt und sagt: So ist das Leben.
Der and­re schüt­telt sei­nen Kopf und weint.
Wer trau­rig ist, sei‘s ohne Wider­stre­ben!
Soll das ein Trost sein? So war‘s nicht gemeint.

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Lasst nie­mals zu, dass Ande­re bestim­men, wo die Gren­zen eurer Träu­me sind.

Michel­le Obama

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