Pra­xis für sys­te­mi­sche Einzel‑, Paar- und Familientherapie

Manch­mal ver­läßt uns ein Kind, (Ruth Rau)
das den Ruf von drü­ben lau­ter ver­nom­men hat
als die Stim­me des Lebens.
Es schließt sei­ne Augen und tau­melt davon
wie ein Schmet­ter­ling, tau­melt zurück ins Licht
und lässt uns allein mit den Fra­gen,
ohne Ant­wort über den Sinn all des Begon­ne­nen,
das uns unvoll­endet erscheint.
Lässt uns zurück mit einer Hoff­nung,
die sich nicht erfüllt;
lässt uns zurück und lehrt uns,
dass die Ant­wort auf unse­re Fra­gen
manch­mal nur hei­ßen kann: Ja.

Wüh­le nicht in dei­nem Schmerz (Bo Yin Ra)
und rei­ße Wun­den,
die ver­nar­ben wol­len nicht immer­fort von neu­em auf,
wenn du die Kraft des Tros­tes in dir selbst erlan­gen willst.

Wei­se jedem die Tür, der da kommt,
um dich zu “trös­ten” und nichts Bes­se­res weiß,
als fri­sche Grä­ber aufzuscharren!

Was ein­mal durch­ge­lit­ten ist, will Ruhe fin­den
in dir, damit es in dei­ne tiefs­te Tie­fe sin­ke.
Nur wenn es unver­lier­bar in dei­ner See­le Tie­fe ruht,
wird es dir zu lebens­zeu­gen­dem Gewinn.

Alles Leid ist nur in sei­ner Macht,
solan­ge du es hegst und wil­lig sei­ne Herr­schaft anerkennst.

Wenn du, nach­dem du es emp­fan­gen und erlit­ten hast,
ihm kei­ne Macht über dich mehr zuge­stehst,
dann ist sei­ne Macht zu Ende.

Es sucht dich immer von neu­em an sich zu erin­nern.
Wie alles Ver­gäng­li­che möch­te es län­ger in Macht und Wir­kung
sein, als sei­ne zuge­mes­se­ne Zeit dies zulas­sen will.

Dazu aber bedarf es dei­ner, denn es ist nicht ohne dich.
Um dir wert zu wer­den, wählt es stets die bes­ten Mas­ken …
Wie hat es die Hir­ne der Men­schen zu allen Zei­ten umne­belt,
um ihnen als Göt­ter­bo­te, ja als Zeug­nis gött­li­cher Lie­be zu gelten.

So hat man es gar lie­ben gelernt und dabei nicht geahnt,
dass man – nach ein­ge­wo­be­nem Gesetz der Kräf­te des Uni­ver­sums –
durch sol­che Lie­be nur das Leid auf die­ser Erde mehrte.

Ein jedes Leid-Erle­ben ist Abschluss und Neu­be­ginn. Wenn bei
dem Abschluss du zu lan­ge ver­weilst, wirst du die bes­te Kraft
in dir erlah­men las­sen, die dir zu neu­em Begin­nen die­nen sollte.

Herbst (R.M. Ril­ke)
Herr: es ist Zeit. Der Som­mer war sehr groß.
Leg dei­nen Schat­ten auf die Son­nen­uh­ren,
und auf den Flu­ren laß die Win­de los.

Befiehl den letz­ten Früch­ten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei süd­li­che­re Tage,
drän­ge sie zur Voll­endung hin und jage
die letz­te Süße in den schwe­ren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich kei­nes mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lan­ge blei­ben,
wird wachen, lesen, lan­ge Brie­fe schrei­ben
und wird in den Alle­en hin und her
unru­hig wan­dern, wenn die Blät­ter treiben.

Eure Kin­der sind nicht eure Kin­der Kah­lil Gibran)
sie sind die Söh­ne und Töch­ter der Sehn­sucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kom­men durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehö­ren sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Lie­be geben, aber nicht eure Gedan­ken.
Ihr dürft ihren Kör­pern ein Haus geben,
aber nicht ihren See­len,
denn ihre See­len woh­nen im Haus von mor­gen, das ihr nicht besu­chen könnt,
nicht ein­mal ihn euren Träu­men.
Ihr dürft euch bemü­hen, wie sie zu sein,
aber ver­sucht nicht, sie euch ähn­lich zu machen,
denn das Leben geht nicht rück­wärts noch ver­weilt es im Ges­tern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kin­der als leben­de Pfei­le aus­ge­schickt wer­den.
Der Schüt­ze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unend­lich­keit,
und er spannt euch mit sei­ner Macht, damit sei­ne Pfei­le schnell und weit flie­gen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schüt­zen auf Freu­de gerich­tet sein;
denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Wenn ein Kind kri­ti­siert wird, lernt es zu ver­ur­tei­len.
Wenn ein Kind ange­fein­det wird, lernt es zu kämp­fen.
Wenn ein Kind ver­spot­tet wird, lernt es schüch­tern zu sein.
Wenn ein Kind beschämt wird, lernt es sich schul­dig zu füh­len.
Wenn ein Kind ver­stan­den und tole­riert wird, lernt es gedul­dig zu sein.
Wenn ein Kind ermu­tigt wird, lernt es sich selbst zu ver­trau­en.
Wenn ein Kind gelobt wird, lernt es sich selbst zu schät­zen.
Wenn ein Kind gerecht behan­delt wird, lernt es gerecht zu sein.
Wenn ein Kind gebor­gen lebt, lernt es zu ver­trau­en.
Wenn ein Kind aner­kannt wird, lernt es sich selbst zu mögen.
Wenn ein Kind in Freund­schaft ange­nom­men wird, lernt es, in der Welt Lie­be zu fin­den.
Text über dem Ein­gang einer tibe­ti­schen Schule

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Wer ein “Wofür” in sei­nem Leben kennt, kann fast jedes “Wie” ertragen.

Vik­tor Frankl

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